Diana Weber wirkt beim Thementag des VSPB mit

Aktualisiert: Juli 21

Am 28. und 29. Juni 2018 versammelten sich rund 250 Polizistinnen und Polizisten aus der ganzen Schweiz zur 94. Delegiertenversammlung des Verbands Schweizerischer Polizei-Beamter VSPB in Bern. Am Thementag mit dem Titel «Polizisten im Stresstest» vom 29. Juni, diskutierten die Polizistinnen und Polizisten mit anerkannten Persönlichkeiten und weiteren Gästen aus Polizeikreisen und Politik über die Stressprävention bei der Polizei - darunter auch Diana Weber von DI MIND.


Um den aktuellen Stresszustand der Polizistinnen und Polizisten aufzuzeigen, hat die Geschäftsleitung, unter Federführung von Tania Glanzmann, Diana Weber (dipl. Mentalcoach MAS und Stresspräventionsberaterin mit ihrer Firma DI MIND) mit der Durchführung von 72-Stunden-HRV-Messungen (Messung der Herz-Raten-Variabilität) beauftragt. Dank der grossen Unterstützung der Kommandanten Adi Achermann (Luzerner Polizei) und Philippe Allain (Kantonspolizei Freiburg) konnten in der Folge 14 HRV-Messungen durchgeführt werden. Dabei trugen die Kolleginnen und Kollegen während 72 Stunden (manche sogar auf Wunsch länger) ein kleines Aufzeichnungsgerät mit sich herum und führten ein Online-Journal aus.


Die Ergebnisse wurden individuell mit den Polizistinnen und Polizisten besprochen. Bei einem Teil der Messungen wurden parallel dazu die Herzfrequenzwerte von zwei Ärzten analysiert und durch Dr. med. Heinz Hofstetter, Leitender Arzt im Notfallzentrum des Lindenhofspitals Bern, vorgestellt.


Hier einige Statements der Protagonisten des Thementags (Fotos zVg vom VSPB):

«Herausfordernde Situationen und Stress gehören zu unserem Berufsalltag und auch zu unserem Privatleben dazu. Wichtig ist aber die Balance zwischen Stress und Erholung.»


Johanna Bundi Ryser, Präsidentin VSPB



«Stress ist nicht per se negativ, aber Polizistinnen und Polizisten sind die Berufsleute, die – nach dem Militär – am stärksten dem negativen Stress ausgesetzt sind.»


Dr. Stéphanie Habersaat



«Bei den Getesteten ergab sich auf den ersten Blick ein sehr erfreuliches Bild. Nur muss das nicht für alle Polizistinnen und Polizisten gelten.»


Dr. med. Heinz Hofstetter




«Die Polizeikorps müssen in die Führungsselektion und die Führungsausbildung investieren.»


Dr. med. Dieter Kissling





«Wir müssen an den Ressourcen, den verschiedenen Sichtweisen und an der Ausbildung arbeiten – auch im mentalen Bereich.»


Kommandant Philippe Allain




Diana Weber, dipl. Mentalcoach (MAS) und Stresspräventionsberaterin bei DI MIND, betonte, dass die Prävention voraussetzt, dass geeignete Massnahmen verfügbar sind. «Es setzt aber auch voraus, dass man selbst bereit ist in die Prävention zu investieren», sagte sie und verglich die Stressprävention mit der Zahnprophylaxe, die heute alltäglich ist. Dafür muss man sich selber kennen und wissen, was einem gut tut.

Der Schlüssel dazu sind das Bewusstsein und die Achtsamkeit. Dabei sei es sehr wichtig, dass wir die Fähigkeit haben oder entwickeln, um unsere eigenen Belastungsgrenzen zu erkennen, das Gleichgewicht zwischen Tun und Lassen zu leben und die richtige Balance zwischen Arbeit und Privatleben zu finden. Nur so könnten die Polizistinnen und Polizisten ihren ständigen mentalen Leistungssport bewältigen. Um sich mental und körperlich in Topform zu halten, ist das Bewusstsein der Eigenverantwortung sehr wichtig. Nur so informieren wir uns über die verschiedenen Möglichkeiten, die der Arbeitgeber beispielsweise anbietet oder die auf dem Markt bestehen (Entspannungs- und Sportangebote, aber auch Coachings).


Eine sehr gute Möglichkeit, um den eigenen Stresstest zu machen und das individuelle Antistressprogramm zu finden, sei die HRV-Messung (Herz-Raten-Variabilität), die sie im Auftrag des VSPB im Vorfeld der Delegiertenversammlung bei 14 Polizistinnen und Polizisten durchgeführt hat. Diese ist eine einfache und effiziente Methode, um das Ausmass von Stress – unabhängig der Ursache – zu erkennen und zu merken, wie der eigene Motor funktioniert und reagiert. «Schon nur das sich bewusst sein, dass man die Messung macht, kann zu einem bewussteren Umgang führen», sagte Diana Weber und berichtete über einige Erkenntnisse der teilnehmenden Polizistinnen und Polizisten. Ein sehr zentraler Punkt war dabei der richtige Umgang mit den Erholungsphasen, die für die körperlichen Ressourcen sehr wichtig sind und wegen den unregelmässigen Arbeitszeiten oft zu kurz kommen.


Zum Abschluss forderte Diana Weber die Anwesenden dazu auf, während 60 Sekunden lautlos zu lachen und sagte: «In den ersten 15 Sekunden kommt man sich blöd vor. Nach 45 Sekunden beginnen Sie Ihr Denken zu ändern und nach 60 Sekunden haben Sie ein gutes Gefühl, den Glückshormone fressen Kampfhormone auf!»


An der Podiumsdiskussion waren sich alle Beteiligten einig, dass sich sowohl die Arbeitgeber wie aber auch die Polizistinnen und Polizisten ihrer Verantwortung bewusst sein und an einem Strang ziehen müssen.

«Der Verband Schweizerischer Polizei-Beamter VSPB ist sich seiner Rolle in der Stressprävention bewusst und fordert alle auf, ihren Beitrag zu leisten. Denn es geht um die Gesundheit jener, die sich tagtäglich für die Sicherheit im Land einsetzen», sagte die VSPB-Präsidentin Johanna Bundi Ryserund betonte: «Die Polizistinnen und Polizisten verdienen die Wertschätzung vom Arbeitgeber und der Politik.»


Mehr zu diesem Thema unter www.vspb.org/dv18.

19 Ansichten

Folgen Sie uns auf sozialen Netzwerken!

  • Facebook - DI MIND
  • Twitter - Weiß, Kreis,
  • Instagram - DI MIND
  • LinkedIn - DIiana Weber

​© 2020 by DI MIND - Datenschutz / Impressum